Cape Pioneer Trek 2016

Martin Kayser und Andreas Liermann vom EBE Racing Team waren Ende 2016 bei der Cape Pioneer Trek in Südafrika am Start. Natürlich im eigens dafür angefertigten Outfit. Nachfolgend der Rennbericht:

Über die gesamte Wettkampfdauer geprägt durch hohe Temperaturen, überdurchschnittlicher Beanspruchung an die Bekleidung und Material haben wir für uns ein tolles Ziel erreicht. Bzgl. der Bekleidung, hier war ganz elementar eine Hose mit höchsten Tragekomfort zu genießen, die ausgewählte Sitzeinlage erwies sich als absolut richtige Entscheidung, der Beinabschluss blieb unverrutscht über die gesamte Zeit da wo er sein sollte. Eine Nutzungsdauer der Hosen von 2 Tagen ohne Reinigung waren keine Probleme, ohne etwas vom dem zu verlieren was man braucht.

Die Trikots wurden nach jedem Renntag kurz mit lauwarmen Wasser + Reisewaschmittel ausgewaschen und an der Luft getrocknet. Die Trikot die einer sehr hohen Schweiß.- Staubaufnahme aufgesetzt waren haben das geboten und gezeigt was für solch ein Vorhaben notwendig ist. Das Trockenverhalten ist enorm gewesen, bei Bergpassagen waren sie getränkt von Schweiß, dieser trocknete jedoch nach nur wenigen Minuten gleich wieder und somit konnte die Fahrt bergab ohne nassem Trikot genießen sofern es die Route erlaubte. Die Rückentaschen waren immerzu gefüllt mit Riegel und div. Ersatzteilen wie auch Werkzeug, behielten trotzdem ihre gute Passform bei. Es ist wichtig die richtige Bekleidung über 7 Tage zu tragen.

Für das nächste Event “Absa Cape Epic 2017” werden wir auch wieder auf Bekleidung von Ruhepuls40 zurückgreifen, ein Partner an der Seite zu haben auf den man sich unter sehr harten Beanspruchung der Bekleidung verlassen kann, ist sehr viel wert.

Start: Mossel Bay
Ziel: Oudtshoorn
1 Prolog, 6 Etappen, Klimaverhältnisse: 17° – 43°, trocken und sehr staubig

Tag 1 Prolog, Mossel Bay: 13km, 320hm

Eine sehr kurze knappe Runde über 13km, die teilweise durch die Stadt Mossel Bay und an dem Küstenstreifen rund um den Leuchtturm führte. Diese Runde diente zur Festlegung des Startblocks.
Für ein Augenblick dachten wir es wäre bereits vorbei nach 8km, nachdem ich einen Sturz über den Lenker hatte, ich konnte mich jedoch schnell vom Sturz erholen und entschieden auf weiter fahren.

Tag 2, 1 Etappe, Mossel Bay: 95km, 1700Hm

Wir haben verhalten angefangen, bedingt dadurch dass wir bis dato noch keinerlei Erfahrungen hatten in Etappenrennen. Das Streckenprofil war noch nicht so anspruchsvoll wie erwartet, normales Off Road fahren. Die Eingewöhnungsphase an das Teamfahren war relativ schnell abgeschlossen, wir wussten und kannten die jeweiligen Stärken/ Schwächen untereinander. Das Starterfeld ist noch sehr eng zusammen, bis auf die Pro`s die jetzt schon um Podiumsplätze kämpften.

Tag 3, 2 Etappe, Mossel Bay – George: 99km, 2000Hm

Die Verbindungsetappe von MB – G an unseren neuen Zielort führte uns durch die Bergregion nähe Künstenabschnitt. Die vorhergesagten scharfen Anstiege hielten sich in Grenzen und waren gut zu bewältigen. Langsam spielte sich die Rutine zwischen uns ein und lies ein sehr gut abgestimmtes Teamfahren zu.

Tag 4, 3 Etappe, George: 57km, 1150Hm

Die Etappe von George diente etwas der Regeneration und ist auch gleichermaßen die kürzeste Etappe gewesen. Die umliegenden Berge von George waren ohne große Anstrengungen zu bewältigen. Der Rest des Tages wurde mit Zeugpflege und großem Service am Sportgerät verbracht.

Tag 5, 4 Etappe, George – Oudtshoorn: 94km, 1650Hm

Ab jetzt ging es an die Substanz und es auch die mentale Stärke gefragt. Bereits den 5ten Tag um 05:30 Uhr aufzustehen und danach sich auf Bike zu setzen fiel ein wenig schwer. Die Etappe führte uns in die Bergregion um Georg und ließ keinerlei Wünsche an Schwierigkeiten offen. Nach knapp 10km ging es den ersten wirklich scharfen Anstieg hoch, es waren 600Hm zu erklimmen an einem Stück hoch auf den Pass. Bei der Abfahrt von der Passhöhe in die dahinterliegend Region erschloss sich eine fantastische Aussicht über das Gebiet was wir durchfahren sollten. Die Temperaturen erreichten mittlerweile die 40° Marke. Sehr trockene Luft und viel Staub waren ein zusätzlicher Faktor dem wir standhalten mussten. Die Etappe wurde hinsichtlich den Bodenverhältnissen auch rauer, sehr viele scharfe Steine erforderte reifenschonend zu fahren. Viele Teilnehmer hatten mehrfach mit Reifenschäden zu kämpfen. Wir passierten auch div. Tierherden wie z.B. Giraffen.

Tag 6, 5 Etappe, Oudtshoorn: 88km, 1700Hm

Der vorletzte Tag unserer Durchquerung des “Western Cape” stand uns bevor. Die Temperaturen haben sich nun auf ein Maß von 35 – 43° eingependelt. Bereits in den Morgenstunden bei Start waren es 25° und forderten ein vernünftiges Wassermanagement über den gesamten Renntag. Der Anspruch an fahrerischen Können war allgegenwärtig, jeder Unachtsamkeit wurde hart bestraft mit Sturz oder Materialschaden. Wir sind so pfleglich wie möglich gefahren, jedoch ohne den Anschluss zum Mittelfeld zu verlieren. Es waren bereits einige Ausfälle von Team zu verzeichnen, die den klimatischen Verhältnisse bzw. Materialschäden Tribut zollen mussten. Wir waren froh das Tagesziel erreicht zu haben, somit stand uns nur noch 1 Tag bevor. Jedoch ist der Grad zwischen Zielerreichung und Ausscheiden sehr schmal. In jeder Sekunde konnte etwas unvorhersehbares passieren was ein DNF nach sich gezogen hätte.

Tag 7, 6 Etappe, Oudtshoorn: 57km, 1200Hm

Die finale Etappe stand uns bevor, das Ziel war zum Greifen nah. Wir mussten erneut alle Kräfte mobilisieren und mental alles geben um uns auf das Tagesziel vorzubereiten. Die Kräfte waren mittlerweile stark beansprucht und Müdigkeit zeigte sich. Wir beschlossen all out zu fahren, um noch die gute Platzierung im Mittelfeld zu halten und ggf. etwas weiter nach vorne zu kommen. Doch wie es manchmal so ist, kommt immer etwas dazwischen. Der erste technische Defekt zeichnete sich ab an meinem Bike. Die Schaltung bot mir nur noch 5 vom 11 Gängen. Die feine Staub hatte sich über die Tage in jedes Gelenk eingearbeitet, trotz notdürftiger Spülung und nachfolgender Schmierung aller beweglichen Teile, blieben mir nur 5 Gänge. Also hieß es auf die Zähne beißen und die verlorene Zeit wieder aufzuholen zu den direkten Konkurrenten, was uns trotz Einschränkung sehr sehr gut gelang. Es war vielleicht auch der starke Wille der zum Einsatz kam und es wurden unerwartete Kräfte nochmal mobilisiert über die kurze Etappe. Wir erreichten nach 7 harten Tage durch wechselndes Gelände das Ziel in Oudtshoorn, mit großer Freude.

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